Mag. art. Thomas Schmögner

Cumberlandstraße 48

A – 1140 Wien

 

Tel +43 - 676 - 36 33 100

thomaschner@gmx.at

Organist       Pianist      Clavierist    Komponist    Dirigent

 

Studium:

Geboren in Wien am 21. Februar 1964. Volksschule, Gymnasium (Unterstufe BRG 1030 Wien, Oberstufe  Wiener Musikgymnasium, 1070 Wien, Matura 1983). Erste musikalische Studien ab 1974 an der Wiener Musikhochschule: Klavier bei der Wilhelm Kempff-Schülerin Hilde Langer-Rühl, Tonsatz und Komposition bei Friedrich Neumann. Ab 1978 Studium im Hauptfach Orgel bei Herbert Tachezi, ab 1986 Cembalo bei Gordon Murray.

In beiden Fächern Konzertfachdiplom mit einstimmiger Auszeichnung „summa cum laude“ (1987 und 1991). Magister der Künste seit 1991. Meisterkurse bei Michael Radulescu und Jean Langlais. 1985-1986 Stipendiat der französischen Regierung am Conservatoire National de Region in Strasbourg, Klassen Daniel Roth und André Stricker. Studienabschluss ebendort mit der „medaille d’or à l’unanimité“.

 

Preise und Auszeichnungen:

1. Preis Landesjugendwettbewerb „Jugend musiziert“ Wien 1981

2. Preis Bundesjugendwettbewerb „Jugend musiziert“ Graz 1981

3. Preis Internationaler Interpretationswettbewerb Nijmegen/Holland 1982

Kompositions-Förderungspreis des Österreichischen Orgelforums 1983

1. Preis Internationaler Improvisationswettbewerb Nürnberg 1986

Würdigungspreis des Österreichischen Wissenschaftsministerium 1987

Würdigungspreis Internationaler Interpretationswettbewerb Brügge 1988

Würdigungspreis des Österreichischen Wissenschaftsministeriums 1991

Finalist des Internationalen Improvisationswettbewerbes „Grand Prix de Chartres“ 1992

Künstlerische Tätigkeit:

Seit 1981 Organist der Wiener Universitätskirche – Jesuitenkirche, Wien 1.

Von 1983 bis 1995 Organist und Cembalist des ENSEMBLE MVSICA ANTIQVA (Ltg. Bernhard Klebel), seit 1983 ständiger Mitwirkender des Barockopernfestivals SPECTACVLVM, von 1992 bis 1998 auch als Studienleiter und Dirigent.

Mitwirkung in zahlreichen Ensembles für Alte Musik (u.a. Wiener Akademie, Clemencic Consort, Ensemble Paul Angerer, Ensemble Flauto dolce).

Als Solist und Begleiter Mitwirkung in Orchesterkonzerten mit den Wiener Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem ORF-Symphonieorchester, dem Berliner Symphonischen Orchester, der Staatlichen Philharmonie Košice u.a. unter Pinchas Steinberg, Ernst Märzendorfer, Erwin Ortner, Christian Pollak, Martin Haselböck, Martin Sieghart und Fabio Luisi.

1988 Gründung des WIENER VAN SWIETEN ENSEMBLES auf Originalinstrumenten, das bis 2000 bestand.  1991 bis 1994 Leiter des Vokalensembles CONCERTINO CANTABILE.

Von 1992 bis 1999 Titularorganist an der Rieger-Orgel von St.Anna-Baumgarten, Gründung eines dort beheimateten Musikfestivals.

Von 2000 - 2004 gemeinsam mit dem Dirigenten Gottfried Lehrer künstlerischer Leiter des VOCALENSEMBLE & CONSORT POLYHYMNIA ALTE UNIVERSITÄT WIEN. Gründung eines Konzertzyklus in der Wiener Universitätskirche mit Schwerpunkt Alte Musik und Musik des 20. und 21. Jahrhunderts. Auftraggeber zahlreicher Uraufführungen österreichischer Komponisten (u.a. Peter Planyavsky, Wolfgang Sauseng, Karl Stirner, Guido Mancusi) speziell für dieses Ensemble. Großes Aufsehen erregte die CD-Aufnahme der von Lehrer und Schmögner rekonstruierten Fassung der großen

c-moll-Messe von W.A.Mozart in der Originalbesetzung der Uraufführung 1783 zu St.Peter in Salzburg.

Künstlerischer Leiter des Festivals „OrganoPleno“, das 2004 aus Anlass der neuen Orgel in der Wiener Universitätskirche stattfand. Seit 2007 intensive Zusammenarbeit mit Hannes Marek, dessen Musikprojekte und LABYRINTHE mehrere Uraufführungen Schmögners initiierten.

 

 

Neben der Pflege Alter Musik stehen im besonderen die französische Symphonik, die Orgeltranskription und die österreichische Moderne im Mittelpunkt der Konzertprogramme. Auftritte in ganz Österreich (etwa bei Festivals im Wiener Stephansdom, der Hofburgkapelle, beim Linzer Brucknerfest, beim Orgelfest Zwettl, im Rahmen der Salzburger Festspiele oder der Innsbrucker Philharmonie), in Deutschland (u.a. Bonn, Frankfurt, Freiburg, Weimar, Philharmonie Berlin), der Schweiz, Frankreich (u.a. Notre Dame Paris, Kathedralen Strasbourg, Chartres, Versailles, Bourges), Holland, Dänemark, Schweden, Italien, Spanien, Ungarn, Polen und der Slowakei. Zahlreiche Konzerttourneen in den USA und Japan. Guest artist in residence in der Kyoto Concert Hall. CD-, Rundfunk- und Fernsehaufnahmen im In- und Ausland. 1994 CD-Produktion mit einer eigenen Bearbeitung von Bruckners 4.Symphonie an der Orgel der Pariser Madeleine-Kirche  Lade). 1999 entstand bei Arte Nova Classics an der historischen Puccini-Orgel in Lucca eine vielbeachtete CD mit Operntranskriptionen. 2005 erschien im Auftrag des Kunsthistorischen Museums Wien die CD „Claviorganum“ am historischen Instrument von Franz Xaver Christoph (1785).

 

 

 

1987 - 1992 Leiter der Orgelklasse an der Franz Schmidt-Musikschule Perchtoldsdorf.

1990 - 2005 Lehrbeauftragter für Historische Aufführungspraxis, Historischen Tonsatz und Notationskunde am Konservatorium Wien, Mitbegründer der „Abteilung Alte Musik“ (mehrere Jahre als Abteilungsleiterstellvertreter), ab 1994 Leiter einer Klasse für Historische Tasteninstrumente, ab 1995 zusätzlich Leiter einer Klasse für Orgel.

Von 1991 bis 1997 Lehrbeauftragter für Cembalo und Generalbass, für Didaktik und Lehrpraxis Orgel an der Wiener Musikhochschule / Musikuniversität.

Veröffentlichung zahlreicher Fachartikel im „Österreichischen Orgelforum“, der „Singenden Kirche“, den „Brucknersymposien“, dem „AGO-Magazine“ New York u.v.a. 1989 Publikation „In memoriam Anton Heiller“, dem Schmögner in seiner Arbeit besonderes Interesse widmet. Herausgeber von Werken Heillers im Musikverlag Doblinger.

1994 – 2004 Dozent der jährlichen Meisterkurse im Rahmen der „Tage Alter Musik“ an der historischen Mitterreither-Orgel (1741) in Pöllau, Steiermark.

Seit 2005 Privatdozent für Klavier und Orgel.

 

 

 

Die vorwiegend für Orgel verfassten Kompositionen Schmögners entstanden aus der intensiven Auseinandersetzung mit der Improvisation und sind teilweise auch aus diesen entstanden. Die archetypische Polarität zwischen strenger Ordnung des Materials und intuitiver Freizügigkeit im Entstehenlassen musikalischer Zusammenhänge prägen diese Kompositionen. Individuell werden dabei stilistische Parameter der musikalischen Aussage untergeordnet, seien diese nun streng kontrapunktisch, seriell, minimalistisch oder experimentell. Klang und Emotion stehen in allen Werken aber immer im Vordergrund. Von den Komponisten des 20. Jahrhunderts fühlt sich Schmögner vor allem Jehan Alain, Olivier Messiaen, Anton Heiller und Michael Radulescu wesensverwandt. Dank der Zusammenarbeit mit dem Vocalensemble Polyhymnia und dem Ensemble LABYRINTHE entstanden in den letzten Jahren vermehrt auch Chorwerke.

 

Neben der Komposition und Improvisation nimmt auch die Bearbeitung einen großen Teil der schöpferischen Arbeit an der Orgel ein. Die nicht gerade große Zahl an kompositorisch bedeutenden Orgelwerken der Romantik ließ ihn orgelgemäße Strukturen in Orchesterwerken des 19. Jahrhunderts suchen, aus dieser Beschäftigung entstanden etwa die Bearbeitungen der 4. und 9. Symphonie Anton Bruckners, der Symphonien César Francks und Louis Viernes (Edition Lade), der Mozart-Variationen op.132 von Max Reger oder Opernpotpourris von Giacomo Puccini (Arte Nova Classics).

 

Aktuelles:

Zur Zeit sind mehrere Projekte in Arbeit. Auf der wissenschaftlichen Seite die Verfassung eines umfangreichen Kompendiums über Georg Muffats „Apparatus musico-organisticus“ (1690), das als zukünftige Dissertation geplant ist, auf der kompositorischen Seite fanden mehrere Uraufführungen statt, etwa INCARNATUS für 2 Orgeln und Stimmen (2007) oder POST COMMUNIO in gleicher Besetzung (2008); der Klavierzyklus ETWAS AUS DER FORM GERATENE HOLOGRAMME wurde im September 2008 im Rahmen einer Lesung uraufgeführt. Das Orchesterstück LA PRIMAVERA DE GLI UNIVERSI wird im November 2008 in der Orgelfassung uraufgeführt.

 

InternetLinks:

Foto: Orgel der Universitätskirche - Jesuitenkirche Wien:

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